Die Therapie: Das Ende … Und der Anfang von was?

by Toshio Riko

Die Therapie ist zu Ende. Erste Ängste, die ich einst geäußert habe, haben sich nicht bewahrheitet. Es ist auch schon einiges besser geworden. Das will ich gar nicht abstreiten. Auch wenn ich viele Chancen verpasst habe, mich voll und ganz auf mich zu konzentrieren. Aber das Ende der Therapie ist nicht das Ende der Therapie. Klingt nicht richtig, ist aber so. Die Psyche ist eben kein gebrochenes Bein, das nach einer OP und etwas Reha wieder voll verheilt ist. Leider.

Aber es geht ambulant erstmal weiter. Vorerst muss ich mich auf ganz andere, viel wichtigere Themen konzentrieren. Die Familie. Und hoffen, dass ich weiterhin auf einem Weg der Besserung bin.

Einzig und alleine bereue ich es, nicht die Chance gehabt zu haben, mich von der Gruppe zu verabschieden. Erstaunlich, wie sehr man sich an Menschen langsam gewöhnt. Eigentlich hätte ich dazu sogar noch am 1. April die Möglichkeit gehabt, doch aus terminlichen Gründen war das nicht möglich … Blöd nur, dass dieser Termin (nicht von unserer Seite aus) in letzter Sekunde abgesagt wurde, wortwörtlich. Und ich doch hätte kommen können. Das bedrückt mich etwas. Aber auch darüber muss ich hinwegkommen. Man kann die Vergangenheit nicht mehr ändern, man muss es einfach akzeptieren.

Schade, dabei hätte ich so gerne mit einer Person mehr über ihre Charaktere geredet, wie sie diese entwickelt mit Hintergrundinformationen, in welchen Welten sie lebt, um vielleicht selbst etwas zu lernen bei der Gestaltung von fiktiven Personen. Denn darin bin ich gar nicht so gut, wie man vielleicht meint.

Schade.

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